4.1. War Kleopatra immer Kleopatra?

An dieser Stelle werden die Bildnisse Kleopatras in der Zeit Händels behandelt. Wie wurde sie wahrgenommen, welche archäologischen und literarischen Quellen können die Vorstellungen, die sich das Opernpublikum von ihr machte, geprägt haben? Göttinger Gipsabgüsse und Münzen können uns Hinweise darauf geben!

Diese Seite wird im September 2021 veröffentlicht.

Abb. 4.1.1.

Gipsabguß eines Bildnisses von Kleopatra VII. Der Kopf ist 27,5cm hoch. Das Original aus Marmor befindet sich im Berliner Antikenmuseum (1976.10), der Abguß ist seit 1984 in Göttingen.

Literatur

Abbildungsnachweise

  • Abb. 4.1.1. Copyright Gipsabgußsammlung des Archäologischen Instituts der Georg-August-Universität Göttingen, Inv.Nr. A 1460, Foto: Stephan Eckardt (Quelle)

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Abb. 2.7.

Katzenfiguren waren zu Händels Zeiten als Aufsätze auf Sistren bekannt. Von diesen Metallobjekten wusste bereits Montfaucon, dass es sich um altägyptische Musikinstrumente handelte. Im Text zu der Tafel schrieb er, dass ein Sistrum vor allem ein Symbol der Göttin Isis gewesen sei. Plutarch habe beschrieben, dass die aufgesetzten Katzenfiguren menschliche Gesichter hätten – doch Montfaucon kannte kein solches Exemplar.

In der Aufführung einer ptolemäischen Händel-Oper können Sistren nicht als Musikinstrumente eingesetzt werden, da diese nicht mit in die Kompositionen geschrieben wurden. Aber in der Ausstattung könnten Katzenfiguren wie das Göttinger Fayence-Objekt durchaus als Einlage zur Verzierung von Möbeln oder Instrumenten verwendet werden, um die Formensprache der Ptolemäer, wie sie zu Händels Zeiten bereits bekannt war, aufzugreifen.